Kreisverband VIII Esens e. V.

Jahreshauptversammlung am
04. September 2009 in Nenndorf

 

 

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Nachwuchs beschäftigt den Kreisverband Esens

-KV Esens: Jahreshauptversammlung in Nenndorf /
Frieda Tjarks gibt nach 26 Jahren ihr Amt im Vorstand ab-

Demografischer Wandel im Blickpunkt / Die Jugend geht mit 126 Teams in die Saison / Langjährige Funktionäre ausgezeichnet.

 

Nenndorf/HC. Der Kreisklootschießerverband VIII Esens hielt seine diesjährige Jahreshauptversammlung beim Gastgeber KBV „Freesenmoot“ Nenndorf im „Holtriemer Hof“ in Nenndorf ab. Der Kreisvorsitzende Herbert Fresse konnte hierbei die Bürgermeisterin aus Nenndorf, Maria Schuster, den Holtriemer Samtgemeindebürgermeister Gerhard Dirks, 2. Vorsitzender des FKV und KSB Wittmund Vorsitzender Alfred Helmers, Jardo Tapper als Ehrenvorsitzender des FKV, Vorsitzender Johannes Trännapp vom Landesverband und sein Geschäftsführer Harald Coordes, Sportgerichtsvorsitzende Marie Lühring, Ehrenvorstandsmitglied Diedrich Dirks sowie alle kreisangeschlossene Vereine begrüßen.

Bürgermeisterin Schuster dankte in ihrer Rede den vielen ehrenamtlichen Kräften und Samtgemeindebürgermeister Gerhard Dirks ging auf den demografischen Wandel ein. Hier seien alle betroffen, nicht nur die Boßler. In Holtriem ist das Boßeln eine starke Kraft. Von 9000 Einwohner seien 4800 in Vereinen aktiv. Über 50 Prozent frönen hier den Heimatsport. In den 8 Mitgliedgemeinden  befinden sich ebenfalls 8 Boßelvereine. Daher ist es selbstverständlich, dass man für den Heimatsport immer ein offenes Ohr hat und auf dem Klootschießerzentrum von Utarp wird sich daher auch baulich etwas bewegen, so Dirks. Johannes Trännapp, der erstmalig an einer Delegiertentagung des KV Esens teilnahm, bekräftigte den Anwesenden, dass man mit diesem Kreisverband einen starken und verlässlichen Partner an seiner Seite weiß. Auch er mahnt, dass man den Wandel der Kinderentwicklung nicht naiv begegnen solle. Die Weichen werden jetzt gestellt und der Esenser Kreisverband betreibt hier vorbildliches Engagement. Auch das Oldenburger Land muss reisewillig sein, zur Not geht man auch eigene Wege wenn diese sich der Aufgabenstellung verschließen. Alfred Helmers vom Kreissportbund Wittmund befand, dass man sich rund um Nenndorf im Jugendbereich in einer Hochburg befindet. 10 Jugendteams hat Nenndorf, 12 Eversmeer, 12 Südarle und 10 Menstede/Arle. Eine beeindruckende Zahl. Im Wandel der Zeit dürfe man sich auch nicht über eventuelle Vereinskooperationen verschließen.

Nach einem kurzen Rückblick richtete Kreisvorsitzender Freese das Augenmerk in die Zukunft. Im 104. Jahr hat man seine Aufgaben wieder hervorragend meistern können. Nicht nur in den Statuten sondern auch auf der Funktionärsebene findet man sich überregional wieder. Zudem sei man mit seinen Vereinen auf Augenhöhe und auch die untersten Klassen verlieren beim Kreisverband nicht ihre Bedeutung.  Auch Freese mahnte den Kinderwandel an und man müsse jetzt agieren. Als Mahnung führte er die Oldenburger Verhältnisse vor Augen. Das Grundkapital heißt Jugend und hier muss jeder Verein diese mobilisieren um seinen Fortbestand zu sichern. Auch dass Verlangen auf eine einheitliche Werferzahl im Männerbereich, wie in anderen Sportarten üblich, wurde nochmals hervorgehoben. Moniert wurde die Entscheidung vom Landesverband, keine Aktiven mit einem Fahrrad beim Wettkampf zuzulassen. Ältere Menschen möchten auch gerne Boßeln und sind hierauf angewiesen. Sein Fazit: Behindertensport; Nein Danke?

Der jährliche Altherrenvergleich mit dem KV Norden sowie das Vorstandsboßeln mit den Leeraner Kollegen sind immer wieder Höhepunkte des Jahres. Dazu zählt auch die Veranstaltung für die Aktiven über 70 Jahre sowie die Feste mit den über 45-jährigen. Hier wurde auch erstmalig die Sportler des Jahres 2008 gekürt. Die Wahl für das Jahr 2009 wird auf der Zusammenkunft der über 70-jährigen durchgeführt werden.  Auch das Jugendzeltlager ist mittlerweile eine feste Kreisveranstaltung geworden. Die Kontaktpflege mit den Freunden aus Holland (Tweente) musste terminlich leider abgesagt werden. Der Terminkalender sei prall gefüllt und die FKV-Führung sollte die Termingestaltung ernsthaft überlegen. Wann sollen die Kreise und Vereine noch ihre eigenen Aktivitäten nachkommen, so Freese. Die 100-Jahr Feiern der Boßelfreunde aus Ostbense und Fulkum waren eine gelungene Sache. Einen Dank richtete Freese an   den Kommunen, den Vereinen, den Kreissportbünden und an die Presse für die gute Gemeinschaftsarbeit. Die Berichte der Fachwarte waren allesamt positiv. Neben Meisterschaften, Aufstiege und Einzeltitel konnte man sich jeweils vorne positionieren. Von den 136 Jugendteams kamen allein 68 Mannschaften aus dem Holtriemer Land, so Jugendwart Köhler. Boßelwart Helmers dankte den Vereinen für die Unterstützung. Allein die Boßeleinzelmeisterschaften in Fulkum (Kreis-, Landes- und FKV-Ebene) war eine Mammutveranstaltung, die mit Bravour gemeistert wurde. Er erinnerte nochmals daran, dass bei eintretenden Schäden man über die KSB-Haftpflichtversicherung versichert sei. Helmut Freudenberg (Jugendfeldobmann) hofft in Zukunft auf mehr Mannschaftsmeldungen beim Flüchten. Momentan sei dieses nicht zufrieden stellend. Beim Jugendkaderwerfen des LKV OS seien 21 Werfer vom Kreisverband dabei. Beim Passwesen von Wilma Freese gab es dieses Jahr erfreulicher weise keine Beanstandungen.

Der Geschäftsbericht von Geschäftsführer Gerhard Buß ließ eine stabile Finanzlage erkennen. Bedauerlich seien die über 700,00 € an Strafgelder (Telefonmeldungen etc.) die es zu verhängen gab. Über 50 Prozent waren es hier im Erwachsenenbereich. Dieses Geld wäre z.B. für die Jugendarbeit besser aufgehoben. Die erforderliche Satzungsänderung passierte anschließend ohne Probleme die Versammlung. Bei den anschließenden Neuwahlen gab es keine großen Veränderungen. Herbert Freese wurde wieder gewählt. Allerdings ließ er durchklingen, dass in zwei Jahren ein Nachfolger erforderlich sei. Gerhard Buß (Geschäftsführer), stv. Frauenwartin Nadine Köster,  Boßelobmann Alfred Helmers, sein stv. Erwin Niehuisen und Wilma Freese (Passwesen) wurden ebenfalls wieder gewählt. Kathrin Harms aus Dunum fungiert nun als stv. Jugendboßelwartin, nachdem Horst Emken aus beruflichen Gründen dieses Amt abgab.

Nach 26 Jahren hieß es dann Abschied nehmen von Frieda Tjarks, die das Amt der Frauenwartin inne hatte. Gabriele Eden aus Negenmeerten wurde anschließend als Frauenwartin gewählt. Im Sportgericht wurden keine Änderungen verzeichnet. Als neuer Kassenprüfer kam Gerd Dirks aus Ochtersum mit ins Boot. Zur Tagesordnung Ehrungen wurde Frieda Tjarks für ihre Verdienste anschließend entsprechend gewürdigt. Ebenfalls wurden für ihre langjährigen Ehrenämter Gerhard Buss aus Dunum und Fred Frerichs (Mamburg), Frieda Behrends (Ostbense), Adde Reents (Dunum) sowie Ufke Janssen aus Negenmeerten geehrt. Durch Alfred Helmers, KSB Wittmund, wurden für Siegfried Beninga (Willmsfeld), Manfred Claassen (Bensersiel), Heiko Cremer (Ostbense), Elke Peters (Esens-Moorweg), Manfred Göken (Neuharlingersiel) und Heiko Habben aus Werdum die silberne Ehrennadel ausgehändigt. Die goldene Ehrennadel erhielten die Mamburgerin Frieda Tjarks und Martin Ripken aus Nenndorf.

Die kommende Saison wurde erläutert sowie die Änderungen in den Spielbedingungen. Hier wurde darauf hingewiesen, dass die Spielberichte weiterhin handschriftlich auszufüllen seien. Im Männer III Bereich kooperiert man diese Saison mit dem KV Wittmund. Von den acht Mannschaften kommen 5 aus dem Esenser Gebiet. Die Jugendklassen (Vorsaison 136) gehen diese Saison mit 126 (50 weil./76 männl.) Mannschaften an den Start.

Fotos folgen...

 

Fotos: Gerhard Buß (v.l.n.r.)

Bild 1: Kreisvorsitzender Herbert Freese, Kathrin Harms, Frieda Tjarks, Gabriele Eden (stv. Jugendboßelwartin, Frauenwartin)

Bild 2:  Herbert Freese, Martin Ripken, Frieda Tjarks, Alfred Helmers (Goldene Ehrennadel KSB)

Bild 3: Elke Peters, Manfred Claassen, Herbert Freese, Siegfried Beninga, Manfred Göken, Heiko Cremer, Heiko Habben, Alfred Helmers (Silberne Ehrennadel KSB)